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Spielberichte 1. Herren

Eine Tüte Buntes in der Schwebebahn

LTV Wuppertal III – VfL Bochum 28:33 (12:10, 20:19)

Für Faule: Der VfL gewinnt zum Start des Jahres 2022 ein lockeres Testspiel in Wuppertal am Ende verdient.

Das Jahr 2022 ist angebrochen, auch in der Kreisliga kriechen die Handballer winterspeckbewehrt langsam wieder aus den Weihnachtsquartieren. Der VfL war unter der Ägide von David Bomber Stroop – Trainer Rob Fantastic hatte sich mit der fadenscheinigen Ausrede der Arbeit entschuldigt – unterwegs wie die Tüte vom Kiosk – bunt gemischt. Einige Starspieler aus der 2.Mannschaft, Wiedereinsteiger, die man fast nicht wiedererkannt hätte und all jene Recken aus der Ersten, die noch nix besseres vorhatten oder nicht schnell genug weggelaufen waren. Gegner im bergischen Land war die Drittvertretung des LTV Wuppertal, ihres Zeichens in der Bezirksliga antretend. Nach ein wenig Schwebebahnsightseeing waren alle acht Spieler an der Halle eingetroffen, Zeit für Ballsport.

Im Spiel merkt der geneigte Beobachter gleich, dass beide Seiten neben den Weihnachtsplätzen auch den Rost von den Gelenken schütteln müssen. Technische Fehler und überhastete Würfe auf beiden Seiten sind an der Tagesordnung. Trotzdem kommt Wuppertal besser in ihr Tempospiel und profitiert von einer sehr laschen Bochumer Deckung, die teilweise große Lücken lässt. Auch der Schnapper scheint am Anfang etwas hüftsteif. Die logische Konsequenz ist ein 10:12-Rückstand nach zwanzig Minuten.

Im zweiten Drittel ist Bochum aggressiver, gewinnt in der Deckung stark Bälle und muss eigentlich nur aus dem Tempospiel Gegentreffer hinnehmen. Besonders die Außenachse Stinn-Scherer glänzt mit schönen Diagonalbällen über den ganzen Platz. Nur vorne im Angriff – wo der VfL sich beweglicher und spielfreudiger zeigt – hapert es noch etwas im Abschluss. Die Bochumer scheitert regelmäßig mit unplatzierten Würfen am Torwart, kommt jedoch trotzdem auf 19:20 heran.

In der kurzen Pause vor dem letzten Drittel fasst die Mannschaft den Entschluss, das Spiel zu gewinnen. Was sich banal anhört, hat aber handfeste Auswirkungen auf das Spiel. Die Bomberstaffel setzt den gefassten Entschluss konsequent um, zeigt hinten 20 Minuten die blaue Wand und kann sich endlich auch auf eine Torhüterleistung verlassen. Waren vorher die Finger nur am Ball, kommen jetzt einige sehenswerte Paraden gegen freie Würfe dazu. Im Angriff läuft die Murmel immer flüssiger, nur schlagen die Geschosse jetzt auch im Tor ein. Einziger Wermutstropfen im Spiel ist Rechtsaußen Mark Stinn, der sich nach 52 Minuten spontan entscheidet, dass er keine Lust mehr auf Sport hat. Ein Knacken im Fuss, Diagnose Fraktur im Mittelfuss, klarer Fall von Scheiße.

Der VfL gewinnt ein spaßiges, aber nicht mit letzter Gewalt geführtes Testspiel in Wuppertal auch in der Höhe gerecht mit 33:28. Es hat zwar etwas gedauert, bis der Knoten geplatzt ist, dann aber zeigt Bochum, dass auch der zweite Anzug gut sitzt, wenn er auch etwas knapp bemessen ist. Der LTV zeigt sich neben einer sympathischen Truppe auch als guter Gastgeber und präsentiert neben dem Sieg auch eine eisgekühlte Kiste feinsten Fieges. Grandios, gerne wieder. Die Bochumer starten mit dem Derby gegen den BHC am kommenden Wochenende in den kurzen Saisonbetrieb. Da wird es dann ernst.

Die handballerische Fahne des VfL im bergischen Land hochgehalten haben: David Peters (TW), Leo Hardam, Andreas Scherer, Moritz Wetzel, Niklas Willrodt, Jonas Rose, Patrick Heyer, Mark Stinn.

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