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Genauso geht Reaktion

Genauso geht Reaktion

TB Beckhausen – VfL Bochum 24:26 (12:13)

Donnerstagabend in Bochum, Nachholspielzeit. Das am ersten Spieltag ausgefallene Auswärtsspiel in Beckhausen wurde zur Trainingszeit des VfL nachgeholt. Ein Auswärtsspiel in eigener Halle, komische Situation. Nichtsdestotrotz hatten sich die Bochumer nach dem desolaten Auftritt auf Schalke vom Wochenende vorgenommen, auf dem Platz die einzig richtige Reaktion zu zeigen. Verzichten musste die Gastmannschaft auf Torben Aspöck und den sechsfachen Torschützen der Vorwoche, Marius Siebert. Unterstützung erhielten sie jedoch durch Sebastian aus der zweiten Mannschaft. Vielen Dank für den Beweis für gelebten Vereinssport.

Ran an die Bulette, rauf auf die Platte, Devise Vollgas. Diese setzte der VfL auch direkt um, ging mit 0:1 in Führung und sollte in den gesamten 60 Minuten auch nicht mehr in Rückstand geraten. In der Abwehr standen die Bochumer gewohnt sicher und setzten die Ansagen des Trainergespanns sicher um. Insbesondere die zweite Welle zwang Beckhausen immer wieder zu Fehlern. Gestützt durch einen starken Torhüter und konsequente Wurfausbeute konnte sich die Fischer-Sieben über 4:7 auf 6:11 in der 22. Minute absetzen. In den letzten Minuten vor der Pause schlich sich aber der Schlendrian in das Spiel ein. Vorne fehlte der allerletzte Tropfen Entschlossenheit, was den Gegner zu Gegenstößen und damit wieder auf 12:13 zur Pause heranbrachte.
In der Kabine wurde angemahnt, die Spannung hochzuhalten und weiter mit Druck ins Spiel zu gehen.

Aus der Pause kam der VfL ähnlich wie in der ersten Halbzeit. Über 13:15 und 15:17 konnte sich allerdings auch der Beckhausener Torhüter auszeichnen, so dass die Gastgeber beim 17:17 und 18:18 wieder voll im Rennen waren. Dass der VfL den Kopf trotzdem aus der Schlinge zog, lag vor allen Dingen an den Tugenden, die man gegen Schalke noch vermissen ließ. Die gesamte Mannschaft zog an einem Strang und erlaubte sich wenige Fehler. Wenn doch mal die Bälle am Tor vorbeiflogen, war hinten oft genug der Modus Rote Wand angeschaltet, was es schlussendlich keiner Mannschaft erlaubte, sich abzusetzen. Das letzte Tor der Partie erzielte Bochum fast viereinhalb Minuten vor dem Abpfiff und als der Schnapper des VfL eine Minute vor Ende einen Wurf des eigentlich starken Halbrechten aus dem Eck kratzte, war der Sieg in trockenen Tüchern.

Unterm Strich war das ein Spiel, was locker in beide Richtungen gehen kann. Einige knappe Schiedsrichterentscheidungen, schwierige Würfe, die sicher verwandelt wurden und das nötige Quäntchen Wille in der richtigen Situation sorgen dafür, dass der VfL zwei Punkte vor der Herbstpause aus eigener Halle entführen kann. Die Mannschaft hat als Ganzes eine Reaktion gezeigt, für den anderen gekämpft und nie aufgesteckt. Genau so macht Handball Spaß.

Der Spruch des Abends kommt aus der Pause vom Co-Trainer: Gerade brennt ihr nicht so richtig, gleich draußen könnt ihr zeigen, dass ihr so richtig Feuer habt.

Für den VfL auf der Platte gebrannt haben: David Peters (TW), Robert Benning (TW), Cedric Fernando Gonzalez (3), Patrick Bräuter, Daniel Verhoeven (3), Moritz Wetzel (3), Jannik Kocian (4), Paul Ruppersberger, Niklas Willrodt, Leo Hadram (9/3), Julius Kirschner (4), Sebastian.