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Wenn Routine nicht zu Abgezocktheit reicht – DRITTE beendet das Jahr mit einem Unentschieden

Wenn Routine nicht zu Abgezocktheit reicht – DRITTE beendet das Jahr mit einem Unentschieden

Ein Spiel, das den Verlauf der bisherigen Saison fast exemplarisch darstellt, hat die DRITTE beim inzwischen fünften Auswärtsspiel der Saison erlebt. Bei der DJK Germania Gladbeck musste man sich nach 60 Minuten mit einem 17:17 zufriedengeben. Und das, obwohl man lange geführt hat.

Zäh gestaltete sich der Auftakt des Meisterschaftsspiels „Der Handballer“ am Sonntagmorgen in Gladbeck. Aber da wusste man ja auch noch nichts von der letzten Minute des Spiels. Zu Beginn der Partie waren es die Gastgeber von der DJK Germania Gladbeck, die in der fünften Minute den ersten Torerfolg des Spiels erzielten. Zwar konnte die DRITTE postwenden ausgleichen, aber mit dem dritten Treffer der Begegnung in der zehnten Minute ging die Heimmannschaft erneut in Führung. Bereits in dieser frühen Phase des Spiels kam die aus den letzten Auftritten bekannte Abschlussschwäche der Bochumer zum Vorschein. Wobei manchmal auch unglücklich nur Pfosten und Latte im Weg standen.

Die Tore fielen weiterhin nur sehr vereinzelt, immerhin konnte sich die DRITTE mit mehreren Doppelschlägen aber Stück für Stück absetzen. Erst ging man mit 3:2 in Führung, dann folgte zunächst das 5:3. Nach dem 7:5 für „Die Handballer“ nahm die Heimmannschaft nach 24 Minuten ihr erstes Team-Timeout. Es schien aber, als ob die Bochumer mehr davon profitieren könnten. So baute Harald Mertin in der 26. Minuten mit seinem ersten Treffer die Führung erstmals auf einen Vier-Tore-Vorsprung zum 9:5 aus. Gladbeck antworte auf die Bochumer 10:6-Führung zwar auch mit dem ersten doppelten Torerfolg, Bastian Degens Tor kurz vor der Halbzeitsirene ließ mit dem 11:8-Zwischenstand jedoch weiterhin auf einen doppelten Punkterfolg hoffen.

Direkt nach Wiederanpfiff brachte Richie Klein das Team mit seinem Treffer zum 12:8 erneut mit vier Toren in Front. Doch danach riss bei der DRITTEN mal wieder der Faden. Torerfolge waren weiterhin selten, nun war es die Germania, die sich mit Doppelpacks wieder heranpirschte. So stand das Spiel nach 47 Minuten doch wieder unentschieden – Gladbeck hatte das 14:14 erzielt.

Zeit also, für das erste Bochumer Team-Timeout. Das schien auch wieder seine positive Wirkung zu haben. Innerhalb von drei Minuten ging der VfL erneut mit zwei Toren in Führung (16:14). Danach blieb man jedoch fast zehn Minuten ohne eigenen Abschluss. Gladbeck nutzte diese Phase und glich fünf Minuten vor Schluss zum 16:16 aus. Es sollte aber spannend bis zum Schluss werden, wobei niemand die Ereignisse der Schlussminute wirklich erahnte.

Zunächst musste man froh sein, dass das Heimteam zweieinhalb Minuten vor Schluss einen Siebenmeter verwarf. Der DRITTEN blieb es also erspart, auch noch einem Rückstand hinterherzulaufen. Als die Gladbecker dann in der letzten Spielminute eine Zwei-Minuten-Strafe hinnehmen mussten, schien das Pendel wieder zugunsten der DRITTEN auszuschlagen. In Überzahl kam man endlich wieder zu einem Torerfolg und ging mit 17:16 in Führung. Nun überschlugen sich die Ereignisse aber noch. Den vermeintlich letzten Angriff der Gladbecker fing die Bochumer Abwehr ab. Gladbeck zog sich wieder zurück und verzichtete dabei überraschender Weise auf eine offene Manndeckung. Doch statt die letzten Sekunden auszuspielen, wurde kurz vor Schluss noch ein weiterer Abschluss gesucht – leider ohne Torerfolg. Gladbeck packte die Situation beim Schopf und setzte zum letzten Konter an, der dann nur noch durch ein Foul verhindert werden konnte. Die Konsequenz war, neben der persönlichen Bestrafung, natürlich auch ein Siebenmeter-Strafwurf für die Gastgeber. Und obwohl der Schütze Minuten vorher verworfen hatte, behielt er dieses Mal die Nerven und verwandelte mit der letzten Aktion des Spiels zum 17:17-Ausgleich.

Unter dem Strich muss man konstatieren, dass das Unentschieden insgesamt schon dem Spielverlauf entsprach. Die lange Phase Bochumer Führungen brachte nicht die nötige Ruhe ins Spiel. So war es zunächst auch Glück, dass man nicht sogar noch in Rückstand geriet. Zum Schluss fehlte der DRITTEN dann die Kaltschnäuzigkeit, um auch die letzte Führung noch ins Ziel zu bringen. Da hätte man sich bei den vielen Routiniers eigentlich mehr Abgezocktheit gewünscht.

LST, 12.12.2018

 

 

 

DJK Germania Gladbeck – VfL Bochum „DRITTE“  17:17 (8:11)
Sonntag, 9. Dezember 2018 – 11:15 Uhr
Sporthalle Heisenberg-Gymnasium

 

SPIELFILM

1. Halbzeit:
1:0 – 2:1 – 2:3 – 3:5 – 5:7 – 5:9 – 8:10 – 8:11

2. Halbzeit:
8:12 – 10:13 – 11:14 – 14:14 – 14:16 – 16:16 – 16:17 – 17:17

 

KADER

Tor:
Enge

Feld:
Backhaus – Berlin (1) – Degen (6/1) – Grosche – Klein (5) – Mertin (2) – Mühlenbein – Prinz – Sachweh (3) – Schwiete