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Wenn das Wurfglück fehlt, braucht es Kampfgeist

Wenn das Wurfglück fehlt, braucht es Kampfgeist

DSC Wanne Eickel – VfL Bochum 24:23 (11:8)

Sonntagmorgen 11:15Uhr in Wanne – eine Anwurfzeit, die dem VfL nie so richtig schmecken wird. Die Bochumer hatten mit dem Halbrechten Patrick mal wieder einen verletzungsbedingten Ausfall zu verzeichnen. Erfreulicherweise hat der Teilzeit-Schweizer Fabi den Weg zurück in den tiefen Westen gefunden. Des Weiteren waren Zähnchen und Sebastian mit an Bord.

Der überraschend frühe Startpfiff sorgte auf beiden Seiten zunächst für Ballverluste, bevor sich die blaue Wand formierte und man auch im Angriff zu schnellen Toren fand. Der Vorsprung von 2:5 entsprach dem, was sich das Team um Trainergespann Fischer & Bomber vorgenommen hatte: Den Gegner schnell und konsequent auf Abstand bringen. Im Nachhinein hätte man diese Vorgabe wohl um die wichtigen Worte „und auf Abstand halten“ erweitern sollen.

Der VfL wirkte im Angriff zu statisch und fand kaum noch einen Zugang zum Tor. In der Abwehr lief es ab der 10. Spielminute auch nicht mehr rund. Die blaue Wand offenbarte zahlreiche Lücken und ließ Wanne das Spiel zum Halbzeitstand von 11:8 drehen. Für Wanne ein Grund mit breiter Brust in die Pause zu gehen. Für die Bochumer Jungs bestand Handlungsbedarf.

In die zweite Halbzeit startete der VfL deshalb mit zwei Kreisläufern, um Wanne vor neue Aufgaben zu stellen und selbst mehr Platz im Rückraum zu finden. Die Neuausrichtung im Angriff wurde von einer starken Abwehr unterstützt – die blaue Wand war wieder erwacht. Die Bochumer Jungs kämpften sich wieder auf 12:12 ran.

Der Kampfgeist war bezeichnend für die zweite Halbzeit, denn auch in dieser Spielphase schaffte es der VfL nie dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Im Angriff fehlte zeitweise immer wieder das nötige Wurfglück, sodass man alleine drei Mal die Chance vom 7Meter-Punkt liegen ließ. Derweil gelang es Wanne wiederum sich mit einfachen Rückraumtoren absetzen. Spielstand 40. Spielminute 17:14.

Doch der VfL ackerte mit lautstarker Unterstützung von der Seitenlinie weiter. Insbesondere der Abwehrverbund und Schnapper Zähnchen entschärften den ein oder anderen Torwurf des Wanner Angriffs. Das aus der Abwehr gewonnene Selbstvertrauen sprang fortan auch den Bochumer Angriff über. Tor für Tor wurde aufgeholt, bis man sogar mit 18:19 erneut in Führung ging.

Doch, wie sollte es anders sein, gelang es dem VfL abermals nicht, diese Konsequenz und Spannung aufrecht zur erhalten. Am Ende zog Wanne wieder mit 3 Toren weg, sodass es in der Schlussphase nur noch zur Ergebniskorrektur reichte. Endstand 24:23.

An der Tabellensituation ändert sich für den VfL Bochum durch die Niederlage vorerst nichts. 21 Punkte auf der Haben-Seite bedeuten weiterhin Platz 3, hinter den beiden Aufstiegsaspiranten SuS Olfen und Westfalia Herne 2.  DSC Wanne-Eickel konnte mit dem Sieg aufschließen und belegt mit 19 Punkten aktuell Platz 4 hinter dem VfL. Aber wat soll’s – nächste Woche kommt Schalke in die Festung am Lohring und dann heißt es, neues Spiel, neues Glück. Wir kämpfen weiter!

 

Für den VfL haben es spannend gemacht: D. Kocian, Benning, Hardam (7/1), Birkemeier (4/2), Cousen (4), Kirschner (3), Schmidt (2), Wetzel (2/1), Willrodt (1), Stenmanns, Verhoeven