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Und täglich grüßt der Harzwart

Und täglich grüßt der Harzwart

VfL Bochum – DSC Wanne-Eickel 19:19 (10:10)

Nach dem Auftaktsieg aus der Vorwoche traf der VfL aus Bochum im zweiten Saisonspiel auf den DSC Wanne-Eickel. Bochum war mit zwei Punkten gegen den TV Gladbeck gut gestartet, aber auch die Gäste aus Wanne hatten sich mit 26:20 gegen den TB Beckhausen durchsetzen können.

Auf der Platte musste der VfL mit Torben Aspöck und Paul Ruppersberger auf einige Erfahrung verzichten, konnte aber auf die Hilfe von Jonas Rose bauen. Wanne war ebenfalls mit einer vollen Bank angereist, hatte jedoch einige Spieler, die vorher bereits bei der zweiten Mannschaft ausgeholfen hatten. Ins Spiel startete die Fischer-Sieben nervös, vergab vorne die erste Chance und auch der erste Gegenstoßpass segelte Richtung Hallendach. Sicherheit holte sich die Mannschaft aus einer stabilen Deckung, die wie auch in der Letzten Woche gut mit dem Torhüter harmonierte. Generell dominierten die Abwehrreihen die Partie. Beide Mannschaften taten sich schwer, Lösungen aus dem gebunden Spiel zu finden, was sich auch im Ergebnis niederschlug. Über 4:3 und 6:7 konnte sich bis zum 10:10 keine Mannschaft einen Vorsprung herausspielen. Dazu verletzte sich nach 20 Minuten David Peters nach einer Parade, wurde aber herausragend von Robert Benning zwischen den Pfosten ersetzt.

Zum Pausentee wurde angemahnt, die Mannen in Blau sollten sich endlich für die gute Deckung belohnen. Zitat des Tages dazu: Die aus Wanne trinken KöPi und spielen auch so. Hilft aber nicht, wir spielen auch, als würden wir nur KöPi trinken.

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein Spiel, was an Spannung nicht zu überbieten war. Die Deckung hatte sich in Blaue-Wand-Stimmung gebracht, dahinter zauberte der später zu Recht zum Spieler des Spiels gekürte Robert Benning Ball um Ball um die Pfosten, aber im Spiel nach vorne haperte es gewaltig. Ball um Ball wurde mit schlampigen Pässen und überhastet in erster und zweiter Welle weggeworfen, so dass sich Trainer Fischer die Haare zurecht raufte. Kam mal ein Ball an, wurde hektisch weitergespielt und nicht die klare Chance gesucht. Nach 52 Minuten hatte das Heimteam beim 18:16 seinen ersten Zwei-Tore-Vorsprung herausgeworfen, vergab aber mehrere klare Chancen und stand so beim 19:19 30 Sekunden vor Schluss unter Zugzwang. Nach rechts abgeräumt, verworfen, Abpfiff. Erstmal durchschnaufen.

Am Ende müssen wie immer zahlreiche Phrasen bemüht werden. Am Ende kackt die Ente, das Runde muss ins Eckige, Pässe über drei Meter kann auch die örtliche D-Jugend. Nichtsdestotrotz muss man konstatieren, dass genau solche Spiele in den letzten beiden Spielzeiten noch mit einem oder zwei Toren verloren gingen. Auch hat die Abwehr mit den Torhütern dahinter sehr gut gestanden. Lediglich im Torabschluss besteht eindeutig noch Verbesserungsbedarf. Das nächste Spiel der mit 3:1 Punkten immer noch ungeschlagenen Bochumer findet nächsten Sonntag auf Schalke statt.

Für den VfL sich aufgerieben haben: David Peters (TW), Robert Benning (TW), Cedric Fernandez Gonzalo (4/1), Daniel Verhoeven (1), Moritz Wetzel, Niklas Willrodt (1), Jannik Kocian (2), Dominik König (5), Jonas Rose, Leo Hardam (4/1), Julius Kirschner (2), Marius Siebert, Patrick Bräuter.