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Stets bemüht reicht nicht.

Stets bemüht reicht nicht.

ETG Recklinghausen 2 – VfL Bochum 25:24 (12:11)

Das Hinspiel gegen die Eisenbahner aus Recklinghausen war dem VfL immer noch in Erinnerung geblieben – allerdings nicht in guter. Mit einem Tor hatte man im Hinspiel das Nachsehen.  Im Rückspiel sollte diese Niederlage wieder glatt gebügelt werden. Mit gezieltem Angriffstraining stellten sich die Bochumer auf die Deckungsvariante des Gegners ein und starteten mit einer trügerischen Euphorie in das Spiel am Sonntagnachmittag. Nicht zuletzt,  weil der Tabellenzweite Westfalia Herne 2 am Vorabend patzte und die Chance Aufzuschließen zum Greifen nah schien.

Neben den Langzeitverletzten im Kader, fiel auch Fabi kurzfristig verletzungsbedingt aus. Dafür konnte man Pascal als Kreisläufer akquirieren. Der  VfL sicherte sich mit dem Anwurf die erste Führung des Spiels, konnte diese aber leider nicht behaupten. Die blaue Wand offenbarte in der 5:1 Abwehr zahlreiche Lücken und lud den Gegner aus Recklinghausen zu einfachen Toren ein. Bis zum 4:4 in der 12. Spielminute gestaltete sich das Spiel allerdings recht ausgeglichen, bevor die Eisenbahner wegziehen konnten. Der VfL bekam den Shooter auf Halblinks nicht in den Griff und stellte deshalb auf eine 6:0 Deckungsvariante um.

Im Angriff zeigte sich sogleich die nächste Baustelle auf. Ballverluste und technische Fehler, die man in den letzten Wochen ausgemerzt hatte, waren plötzlich wieder allgegenwärtig . Recklinghausen konnte sich bis zur 23. Minute auf drei Tore absetzen. Der VfL hielt sich mit vereinzelten Gegenstößen im Spiel. Und während die Kacke schon am Dampfen war, schlug auch das Verletzungspech mal wieder zu. Rückraumspieler Patrick vertrat sich in der Recklinghäuser Abwehrreihe den Fuß und ging zu Boden. Ein inzwischen verflixt vertrauter Anblick für die Bochumer.

Nach einem Team Timeout startete der VfL motivierter und wacher in die verbleibenden 5 Minuten der ersten Halbzeit, sodass der 3 Tore Rückstand minimiert wurde und man mit 12:11 in die Halbzeit ging. Mit neuer Stärke starteten die Bochumer zu Beginn von Halbzeit zwei weiter durch. Bis zur 43. Minute erarbeitete sich der VfL einen knappen 2 Tore Vorsprung. Besonders über den zwangsversetzten Linksaußen auf Rechtsaußen fanden einige Bälle den Weg ins Tor der Gastgeber.

Aber zwei Tore reichen in der Schlussphase absolut nicht, um nachlässig zu werden. Diese Nachlässigkeit und  Unkonzentriertheit legte der VfL jedoch fortan im Angriff an den Tag. Inkonsequente Einzelaktionen im Zugriffsradius der Recklinghäuser Abwehr kosteten die Bochumer wichtige Bälle und brachten das Team um Trainer Bomber ins Straucheln. Man war stets bemüht, aber das verhieß schon bei der Leistungsbewertung in der Schule nichts Gutes. 40 Sekunden vor Schluss sahen sich die Bochumer mit drei Toren Rückstand schon geschlagen, gaben sich dennoch nicht auf und verkürzten auf den Endstand von 25:24. Vielleicht macht das die Niederlage noch bitterer.

Neben reichlich Frust und Enttäuschung in den Bochumer Reihen  liefert nach Spielende eine weitere fragwürdige Szene in der Kabine enormes Aufarbeitungspotential für die kommende Woche. Viel Arbeit um im Spiel gegen Aufsteiger Rauxel-Schwerin 3 nächsten Samstag wieder auf Kurs zu kommen. Wir halten zusammen als Team – auf geht’s VfL!

Glücklicherweise stellt sich Patricks Verletzung “nur” als Zerrung heraus, Bänder und Knochen sind heile. Gute Genesung und bis bald auf der Platte!

Für den VfL waren stets bemüht:

Dennis  Kocian, Robert Benning, Max Birkemeier (8), Leo Hardam (7/1), Moritz Wetzel (3), Daniel Verhoeven (2), Torben Aspöck (2), Pascal Cyprian (1), Julius Kirschner (1), Patrick Bräuter, Paul Ruppersberger