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Punkteteilung zum Saisonabschluss

Punkteteilung zum Saisonabschluss

FC Erkenschwick 2: Vfl Bochum 22:22 (8:11)

„Am Eis kannst du sie lecken lassen, wichtig ist, dass du das Hörnchen isst. Heute haben wir halt nur Teile vom Hörnchen gegessen“ – O-Ton aus der Kabine.

Ein letztes Hurra hatte das finale Saisonspiel des VfL Bochum werden sollen, der nach der Saison eine Reihe von Spielern und Trainern verabschieden muss. Für die Mannschaft sollte es schwierig werden, denn der Gastgeber wollte sich aus der ersten Kreisklasse im letzten Saisonspiel ordentlich verabschieden. Im Gegensatz zum Hinspiel mussten wir am Donnerstag Abend einige neue Gesichter bei Erkenschwick einordnen, die sich laut Mannschaftsfoto der ersten Mannschaft normalerweise in der Bezirksligamannschaft tummeln.

Das Geschehen auf der Platte begann schleppend, vorne waren wir nervös, spielten nicht mit der nötigen Konsequent und hatten sichtbar  Probleme mit dem Ball. Unsere Deckung stand dafür sicher, der Torwart schnappte sich die ersten Würfe und weil vorne manchmal doch etwas lief, konnten wir uns auf 2:4 absetzen. Technische Fehler und zu hastige Abschlüsse brachten den Gegner wieder ins Spiel. Nach einem 3:0-Lauf lagen die Recken in Blau mit 5:4 hinten. Den Rest der ersten Halbzeit wogte die Partie dominiert von Fehlern im Angriff und Paraden der Torhüter hin und her. Erst zum Ende konnte der Gast sich mit 8:11 absetzen.

In der Kabine wurden die Fehler der ersten Halbzeit angesprochen. Insbesondere hatte man sich oft mit Schiedsrichtern, Ball oder Halle beschäftigt, aber nicht mit dem eigenen Spiel. Das sollte in der zweiten Halbzeit besser gemacht werden.

Auf dem Platz sah das Ganze aber anders aus. Auch wenn das erste Tor den Bochumern gebührte, zog Erkenschwick über schnelleres Spiel und Gegenstöße weg. Von 11:12 und 12:13 ging es zum 15:14 und das Heimteam war am Drücker. In dieser Phase ging vorne nicht viel, Selbstvertrauen und Körpersprache fehlten, einfache Tore wurden nicht gemacht. Einziger Lichtblick zwischen 35. und 50. Minute ist das erste Tor von Paul nach langer Verletzung. In den letzten Minuten entwickelt sich ein Herzschlagfinale. Beim Stand von 20:19 Körpertäuschung Flo, drin das Ding. Ausgleich, noch vier Minuten zu spielen. Erkenschwick bringt den Rückraum in Bewegung, der Wurf des Halblinken rutscht dem Torwart über die Fingerspitzen. Vorne einfaches Stoßen, Jannik stößt durch die Lücke, Siebenmeter, Ausgleich.

90 Sekunden vor dem Ende verwirft Erkenschwick aus dem Rückraum, Bochum verliert den Ball vorne. Die Gastgeber spielen einen langen Angriff, bekommen die Bochumer Abwehr aufgerissen und legen auf den körperlich präsenten Kreisläufer ab. Dessen Wurf hat der Torwart antizipiert, haut sich den aber selbst unter die Latte. Sieben Sekunden zu spielen, Anwurf Bochum. Ein Erkenschwicker Spieler behindert den Anwurf, konsequent geben die Unparteiischen Rot und Siebenmeter.

Beim Siebenmeter Hochspannung. Lars täuscht einmal an und haut seinem fünften Siebenmeter des Abends in die Maschen. 22:22.

Unentschieden.

Durchschnaufen.

Schade, dass es nicht gereicht hat, mit der Mannschaft, die eigentlich die letzten zwei Jahre zusammengeblieben ist, zum Abschluss einen Sieg einfahren zu können. Gefehlt hat sicherlich die Konzentration und die Cleverness. Wenn Angriff und Abwehr konsequent waren, hat man in einigen Aktionen aufblitzen lassen, dass man Handball spielen kann. Oft waren aber Dinge wichtig, die nichts mit der eigenen Leistung zu tun hatten.

Die erste Mannschaft des VfL Bochum „Die Handballer“ verabschiedet zur nächsten Saison die Trainer Uwe Kühn und Bastian Gruttmann sowie die Spieler Phillip Ponzelar, Florian Achtsnichts, Lars Sikorski, Fabian Stenmanns, Nico Conze und Dimitri Zwermann aus beruflichen und privaten Gründen.

Danke Uwe, Danke Basti, Danke Ponz, Danke Flo, Danke Käptn, Danke Fabi, Danke Nico, Danke Dimi. Danke für eine geile Zeit, Spaß beim Sport und das Feierabend-Fiege in der Kabine.

Der VfL bedankt sich ein letztes Mal für Kampf und Einsatz bei: David Peters (TW), Christian Martin (TW), Paul Ruppersberger, Max Birkemeier, Julius Kirschner, Lars Sikorski, Florian Achtsnichts und Fabian Stenmanns.