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Pflichtaufgabe erledigt

Pflichtaufgabe erledigt

VfL Bochum – DJK Westfalia Welper III 28:15 (15:7)

Nach dem glanzlosen, aber trotzdem zu keiner Zeit gefährdeten Auswärtssieg in Rauxel am Vorwochenende standen die Vorzeichen vor dem Heimspiel gegen die Drittvertretung aus Welper denkbar schlecht. Leo, Schwabi, Cedric, Julius, Jannik, Torben – das Lazarett war deutlich besser gefüllt als die Halle im Training unter der Woche. Lichtblicke lieferten Rückkehrer Marius und die Aushilfe aus der zweiten Mannschaft. Alex, Jonas, Youssef, danke! Eure Bereitschaft zeigt, dass ein Verein mehr ist als Trikotfarbe und Wappen und dass gelebte Vereinsarbeit zu dem gehört, was Handball ausmacht.

Zum Spiel selbst: Bochum kam etwas gehemmt aus den Startlöchern und brauchte knapp sieben Minuten, um sich mit der ungewohnten Startformation einzuspielen. Bis dahin hatte Welper beim 2:2 noch Schritt gehalten, musste jedoch bereits früh im Spiel dem Tempo und der Konsequenz des VfL Tribut zollen. Beim 6:2 hatte die Fischer-Sieben mit einer starken Phase das Gästeteam erstmals distanziert, doch auch hier schon die große Schwäche am heutigen Tag offenbart. In den sechzig Minuten auf der Platte verballerte das Heimteam beste Chancen mit einer Selbstverständlichkeit, die für die ganze Saison reichen müsste. Erschwerend kommt dazu, dass die Gäste aus Welper mit einem Feldspieler im Tor angereist waren. Dass trotz aller Abschlussschwäche zu keinem Zeitpunkt Gefahr am Ergebnis aufkam, lag an der durchgreifenden Abwehrarbeit, die den Rückraum der Welperaner immer wieder zu unvorbereiteten Würfen zwang. Über 8:5 und 10:7 konnten die Gäste sich noch in Schlagdistanz halten, mussten beim 15:7 zur Pause allerdings den Faden abreißen lassen.

Zur Pause wurde angemerkt, dass vorne ganz einfach die Dinger in die Kiste müssen. Dann wäre im Lohring schnell der Deckel drauf.

Aus der Pause kam der VfL mit genau den gleichen Problemen wie in der ersten Hälfte. Hinten stand die Fischer-Sieben in der blauen Wand, agierte flink und konnte so einige Ballgewinne verbuchen. Wie auch zum Ende der ersten Halbzeit krankte es jedoch ein wenig in der Vorwärtsbewegung, Gegenstoßpässe der Torhüter kamen nicht an und auch freie Bälle landeten wieder beim Torhüter der Gegner. Trotz aller Probleme konnte sich der VfL über 19:11 und 23:12 absetzen. Am Ende stand ein 28:15 auf der Anzeigetafel und das Heimteam ist nach der unerwarteten Niederlage gegen Recklinghausen mit Siegen in Castrop-Rauxel und gegen Welper wieder auf die Siegesstraße eingebogen.

Unterm Strich könnte man natürlich auch mit Sprüchen zu diesem Spiel eine Familie Phrasenschweine ernähren: Ein gutes Pferd springt immer nur so hoch wie es muss; am Ende zählen zwei Punkte; das Runde muss ins Eckige. Trotz des Fünkchen Wahrheit, welches all diese Sprüche sicherlich innehaben, gibt es genug unter der Woche zu tun. Im Training muss die Mannschaft in Vorbereitung auf das Spiel in Olfen am nächsten Wochenende wieder zu ihrer Frühform finden, um im Holztempel bestehen zu können.
Spieler des Spiels gegen Welper ist Mittelmann Moritz, in diesem Spiel fachfremd auf Halblinks ballernd. Spieler des Spiels ehrenhalber ist der Torhüter-Feldspieler der Welperaner, der gefühlt mit offenen Wunden durch die Einschläge der Würfe nach Hause fahren musste.

Zwei Punkte für den VfL eingefahren haben: David Peters (TW), Dennis Kocian (TW), Patrick Bräuter (5), Moritz Wetzel (5), Niklas Willrodt (4), Paul Ruppersberger, Jonas Rose (1), Daniel Verhöven (6), Alexander Neumann (1), Youssef Bolljalala (2), Marius Siebert (4/2).