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Nervenstarker VfL gewinnt in Herne

Nervenstarker VfL gewinnt in Herne

Elmar Herne – VfL Bochum 28:29 (17:14)

Am Samstagabend musste die Erstvertretung des VfL Bochum bei Elmar Herne antreten, und wer die bisherige Saison der Bochumer verfolgt hat, konnte auch diesmal mit Spannung rechnen.

Der VfL kam gut und konzentriert ins Spiel und konnte sich durch eine stabile Deckung mit einem gut aufgelegten Torwart dahinter schnell auf 4:1 absetzen. Nach der frühen Überlegenheit ging aber ein wenig der Faden verloren, Elmar kam im Angriff zu einfacheren Abschlüssen und auch eigene Chancen wurden nicht mehr mit letzter Konsequenz genutzt.

Insbesondere gegen die Rückraumschützen der Heimmannschaft, die durch einfache Freiwürfe und simple Laufwege in Wurfpositionen gebracht wurden, fand man kein geeignetes Mittel und musste gerade in den letzten Minuten vor dem Pausentee Herne mit drei Toren davonziehen lassen.

In der Kabine wurden die Probleme angesprochen und man nahm sich vor, mit Dampf aus der Pause zu kommen.

Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit waren ausgeglichen, keine Mannschaft konnte sich so richtig absetzen, bis Elmar durch erneute Nachlässigkeiten in Deckung und Chancenverwertung auf 24:18 davonziehen konnte. Da war er wieder, der inzwischen schon beinahe obligatorische Rückstand mit sechs Toren.

Wie auch in den Spielen davor ging aber ein Ruck durch die Mannschaft, es wurde sich wieder richtig zusammengerauft und einige Wechsel ließen den Vorsprung dahinschmelzen.

Die letzten Minuten sollten eindrucksvoll unter Beweis stellen, warum Handball sehenswert ist.

Vorne erst den Ausgleich zum 28:28 erzielt, hinten fünfzehn Sekunden vor dem Ende Parade gegen den Rechtaußen – Timeout, Durchschnaufen.

Dann vorne durchspielen, Parallelpass, drin die Murmel, Abpfiff

Dreckig und spannend bis zur wirklich letzten Sekunde belohnt sich der VfL dieses Mal für seine Aufholjagd und kann zwei Punkte mit auf die Heimreise nehmen.

Gekämpft und gesiegt haben: Matthias Düllberg (Tor), David Peters (Tor), Fabian Stenmanns, Torben Aspoeck, Jonas Langer, Lars Sikorski, Florian Achtsnichts, Julius Kirschner, Marius Jakes, Paul Ruppersberger und Max Birkemeier