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Müder VfL bekommt nur ein Auge rechtzeitig auf

Müder VfL bekommt nur ein Auge rechtzeitig auf

VfL Bochum – DJK Westf. Welper 25:25 (11:13)

Sonntagabend, 17:15, Lohring. Heimspielzeit für die Bochumer, die sich viel vorgenommen hatten und den Schwung der letzten Sekunden aus der Vorwoche mitnehmen wollten.

Zügig und mit klarem Ziel ging es auf die Platte, wo man sich mit sicherem Spiel schnell auf 3:1 und 4:2 absetzen konnte. Dann zeigte sich aber bald, woran es heute kranken sollte.
Die Abwehr war nicht beweglich genug und lud durch mangelnde Absprache den Gegner zu Toren ein. Vorne wurde die klare Line verloren und Würfe nicht mehr sorgfältig vorbereitet. Schnell stand es 5:5 und im Laufe der ersten Halbzeit wogte das Spiel hin und her, ohne dass sich eine der Mannschaften entscheidend absetzen konnte.
In den Minuten vor dem Pausentee ließ dann bei der Heimmannschaft die Konzentration nach und durch schnelle Gegenstöße der Welperaner musste man sich mit einem 11:13 in die Kabine begeben.

Dort wurden die Fehler angesprochen, die Mannschaft nochmal wachgerüttelt und beschworen, Vollgas zu geben.

In den ersten Minuten in Durchgang Zwei änderte sich jedoch nicht viel, das Spiel plätscherte dahin. Mal Tore auf der einen, mal eine Parade auf der anderen Seite. So konnte sich der Gast in Grün von 15:16 auf 17:20 absetzen. Auszeit, tief Luft holen und die letzten zehn Minuten beschwören. Crunch-Time, VfL-Zeit in den letzten Spielen.

So wie gegen Waltrop und Elmar auch stand jetzt die Abwehr besser, war lauter und agressiver und auch der Angriff fand wieder bessere Lösungen. Beim 21:20 hatten die Bochumer mit einem Vier-Tore- Lauf das Spiel gedreht.
Welper gab sich jedoch noch nicht geschlagen und hielt trotz nur eines Auswechselspielers mit cleveren Rückraumaktionen dagegen. Die letzten Minuten waren Spannung pur, in denen die Recken in Blau mehrfach schön freigespielt frei vor der Kiste am Torwart oder am Aluminium scheiterten. Welper weiß in einer hektischen Schlussphase immer eine Antwort, trifft sogar fast von der Grundlinie aus und behält die Nerven, so dass dem VfL am Ende nur ein direkter Freiwurf bleibt, der knapp über das Tor segelt.
Zum Schlusspfiff trennt man sich 25:25. Welper tritt also mit einem Punkt im Gepäck die Heimreise an.

Fazit: Kopf schütteln, Mund abputzen und nach vorne schauen. Sicherlich hat unsere junge Truppe heute Lehrgeld bezahlt und muss einem verlorenen Punkt hinterhertrauern. Gerade in den letzten Minuten muss man einen der vielen freien Bälle einfach mal netzen oder dem gegnerischen Rückraum einen Ball abkaufen. Trotzdem gilt es, bei drei Punkten aus den letzten zwei Spielen den Blick nach vorne zu richten, positive Entwicklungen weiter voranzutreiben und nach dem spielfreien Wochenende zwei Punkte aus Dülmen mitzubringen.

Den Punkt erkämpft haben: David Peters, Christian Martin, Paul Ruppersberger, Max Birkemeier, Philipp Ponzelar, Jonas Langer, Florian Achtnichts, Lars Sikorski, Torben Aspöck, Fabian Stenmanns, Marius Jakes, Tim Schwiete