News

Ersatzgeschwächt nur 30 Minuten durchgehalten

Ersatzgeschwächt nur 30 Minuten durchgehalten

FC Schalke 04 3 – VfL Bochum 28:19 (12:10)
Nach einem guten Start mit drei Punkten aus den ersten zwei Spielen reisten die Bochumer am vergangenen Sonntagmittag ins nicht besonders weit entfernte Gelsenkirchen, wo die Drittvertretung des FC Schalke der Gegner sein sollte. Bochum musste mit Julius Kirschner, Jannik Kocian und Torben Aspöck auf wichtige Stützen im Zentrum verzichten, wurde allerdings von Alex Cousen, Michael Frantz und Trainer Fischer, der die Schoner nochmal für die Erste zurechtrückte, unterstützt.

Ins Spiel kam der VfL wie fast schon erwartet in dieser Saison mit gemischten Gefühlen. Vorne nutzte das Gästeteam seine Chancen noch nicht konsequent, nahm sich Würfe aus ungünstigen Winkeln und scheiterte am gut aufgelegten Torwart der Gastgeber. In der Deckung stand die heute rote Wand von Beginn an gut, zwang die Gegner zu Würfen von den Außenpositionen, die am Anfang sichere Beute des Torhüters waren. Über 1:1 und 3:3 setzte sich der VfL beim 4:6 in der 17. Minute sehr langsam ab, hatte allerdings hier schon in erster Linie mit Gegenstößen und Siebenmetern die Tore erzielt. In der Folge ging in der Abwehr etwas die letzte Konsequenz verloren, insbesondere der Kreisläufer der Gegner konnte immer wieder den Ball erhaschen und verwandelte sicher. In die Pause ging es mit einem 12:10 für das Heimteam.
In der Kabine war eigentlich noch alles drin, man wollte mit Tempo und Konsequenz aus der Kabine kommen und mehr auf die Tube drücken, um den Gegner in eine schnelle Rückzugsbewegung zu zwingen.
Aus der Pause kam die Fischer-Sieben aber im absoluten Tiefschlaf. Vorne wurden viele Bälle leichtfertig vergeben und man fand keine wirkliche Lösung gegen eine sehr tief stehende Deckung der Gastgeber. Über 17:13 und 21:14 war beim 23:15 in der 52. Minute das Spiel bereits lange entschieden. Am Ende trennen sich die Mannschaften nach einer desolaten zweiten Halbzeit mit 28:19 für Schalke.

Puh, das war ein ordentlicher Schlag in den Nacken. Am besten zusammengefasst hat die zweite Halbzeit Co-Trainer David Stroop, der anmerkte: Wir haben 18:41 Minuten geschlafen. Reicht das, damit wir jetzt langsam wach werden? In der ersten Halbzeit hat Bochum gezeigt, dass man mit allen Mannschaften mithalten kann und insbesondere die Deckung gut steht. Gerade in der zweiten Halbzeit wurde allerdings der Beweis angetreten, dass Kondition und Konzentration beim Handball immer noch entscheidend sind. Das bedeutet auch, dass Training unter der Woche wieder als absoluter Pflichttermin verstanden werden muss. Der VfL muss unter der Woche im Nachholspiel gegen Beckhausen eben jene Tugenden zeigen, die in den letzten Jahren das Bochumer Spiel ausgezeichnet haben. Biss, Wille und Moral müssen auf die Platte gebracht werden. In diesem Sinne: Reaktion zeigen, besser machen.

Für den VfL gespielt haben: David Peters (TW), Robert Benning (TW), Daniel Verhoeven (4), Patrick Bräuter, Niklas Willrodt, Robert Fischer, Alex Cousen, Michael Frantz (1), Leo Hardam (1), Cedric Gonzalez (1), Marius Siebert (6/5), Dominik König (5), Moritz Wetzel (1).