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Eine starke Halbzeit reicht nicht immer

Eine starke Halbzeit reicht nicht immer

TSG Sprockhövel – VfL Bochum 24:17 (8:8)

 

Nach zuletzt zwei Niederlagen in der Liga zog es den VfL am Sonntag zum Auswärtsspiel nach Sprockhövel. Die dort ansässige TSG lag mit zwei Punkten mehr vor uns in der Tabelle, was uns jedoch nicht schreckte. Ins Spiel kommen wollten wir hinten über die Deckung.

Zu Beginn ging der Plan auch auf. In den ersten Minuten zeigte sich die Deckung bissig und flink auf den Beinen, wenig wurde zugelassen und wenn mal ein Wurf durchkam, wurde er Beute des starken Torhüters. Da vorne auch Urlaubsrückkehrer Michi die Deckung zu dem ein oder anderen Tänzchen einlud, warf man sich nach dem 3:1 und 4:2 von Sprockhövel eine 5:8-Führung heraus – auch weil der Torhüter zwei Siebenmeter mit Nachwürfen direkt hintereinander parieren konnte. Zehn Minuten vor der Halbzeit wechselten die diesmal in weiß angetretenen Recken des VfL konditionsbedingt im Rückraum und nahmen so ein wenig den Fluss aus dem Spiel. Vorne wurde einige Male zu genau gezielt, in der Deckung stand man nicht mehr so präsent und musste zur Pause mit einem 8:8 zufrieden sein.

Zum Pausentee gab es die Anweisung, vorne die Dinger reinzumachen und hinten weiter so kompakt zu stehen.

Das Ergebnis verrät es, gelungen ist uns das nicht. In der zweiten Halbzeit konnten wir die guten Leistungen der Deckung nicht so wiedergeben, verloren vorne durch technische Fehler oder überhastete Würfe den Ball und luden so den Gegner zu Gegenstößen ein. Zwar kämpften wir uns gegen ein zwischenzeitliches 15:10 wieder auf 15:13 heran und hatten nach Ballgewinnen in der Deckung die Möglichkeit, zu verkürzen. Sprockhövel zog jedoch langsam wieder Tor um Tor davon und spätestens beim 20:14 war das Spiel entschieden.

Im Endeffekt hat die Wundertüte VfL gezeigt, dass sie momentan zumindest teilweise das Tempo und die Intensität mitgehen kann, die andere Teams vorlegen. Die Deckung stand in der ersten Hälfte sehr gut und auch das Zusammenspiel mit dem Torhüter verbessert sich stetig. In den drei spielfreien Wochen muss jetzt an den Fehlern gearbeitet werden, um sich danach gegen Elmar Herne auch für den Einsatz zu belohnen.

Für den VfL gekämpft haben: David Peters (Tor), Matthias Düllberg (Tor), Max Birkemeier (5/1), Youssef Bolljalala, Daniel Verhoeven, Mark Radtke, Paul Ruppertsberger (1), Jannik Kocian, Michael Frantz (4), Torben Aspöck (3), Dominik König (1), Jens Lückenotte, Udo Hartmann (2), Pascal Cyprian (1).