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Eindrucksvoll zurückgemeldet

Eindrucksvoll zurückgemeldet

VfL Bochum – Westfalia Scherlebeck 26:25 (14:15)

Nach der empfindlichen Niederlage in Erkenschwick am Vorwochenende hatte für die Recken des VfL unter der Woche im Training gegolten, wollte man gegen den oben mitspielenden Gast aus Scherlebeck mithalten können. Besonders auf die Abwehr wurde der Fokus gelegt und am Spieltag war man sich sicher, den Scherlebeckern auf Augenhöhe begegnen zu können.

Bereits das Hinspiel stand auf Messers Schneide, ehe man sich in einem hochspannenden Spiel die Punkte geteilt hatte.

Im Rückspiel begann der VfL im Angriff erwartet druckvoll, musste hinten aber erst einmal das Visier nachjustieren und die nötige Härte hervorholen. Über 2:2 und 5:5 spielte Scherlebeck begünstigt durch einige technische Fehler in der 15. Minute einen Drei-Tore-Vorsprung heraus. Über 7:12 und 8:13 konnte Westfalia diese Lücke konstant groß halten, ehe das Heimteam fünf Minuten vor der Pause bissiger wurde. In der Abwehr war man enger dran, der Torwart bekam jetzt öfter die Finger an den Ball und begünstigt durch überlegte Abschlüsse vorne ging es mit 14:15 in die Pause.

Beim Pausentee in der Kabine wurde insbesondere die Deckung thematisiert. Diese stand direkt vor dem Halbzeitpfiff gut und wenn man die gezeigte Entschlossenheit und Härte in die zweite Hälfte transportieren könnte, hätte man gute Chancen.

Die ersten zehn Minuten in Halbzeit Zwei waren jedoch zum Vergessen. Das Heimteam war anscheinend nur körperlich auf der Platte, zeigte sich unkonzentriert und lag in der 40. Minute mit 15:21 hinten. Team-Timeout, Durchschnaufen, noch ist hier gar nichts passiert. Ein Handballspiel dauert immerhin 60 Minuten. Nach der kleinen Gedächtnisstütze packten wir in der Deckung auch wieder konsequenter zu, konnten uns auf einen immer stärker werdenden Torwart verlassen und über 18:21 und 19:22 bis auf 21:22 aufschließen. In der 50. Minute hält unser Keeper einen Siebenmeter und läutet damit eine denkwürdige Schlussphase ein. Crunch-Time, VfL-Zeit. Bochum kommt zum Ausgleich, kann beim 24:23 sogar in Führung gehen und zwingt Scherlebeck noch einmal in die Auszeit. Die letzten drei Minuten sind an Spannung nicht zu überbieten. Scherlebeck gleicht erst aus und hat dann auch noch per Siebenmeter die Chance, in Führung zu gehen. Der Schütze verwirft, Bochum macht im Gegenzug das 25:24, welches Scherlebeck 15 Sekunden vor Ende noch einmal kontert. Der letzte Angriff gehört dem VfL, einmal mit Druck durchgespielt und einen Herzschlag vor der Schlusssirene zappelt der Ball im Netz. 26:25, die zwei Punkte bleiben in Bochum. Die Festung Lohring steht.

 Am Ende wäre sicherlich auch ein Unentschieden gerecht gewesen. Der VfL gewinnt, weil er zum einen knapp 20 Minuten lang die beste Abwehrleistung der Saison zeigt und weil Scherlebeck sich am Ende viel mit Schiedsrichtern und Nebenkriegsschauplätzen beschäftigt. Auf diese Leistung kann man aufbauen, wenn es nächstes Wochenende nach Wanne geht.

 Für den VfL gekämpft und gesiegt haben: David Peters (TW), Dennis Kocian (TW), Max Birkemeier (5/3), Daniel Verhöven (4), Julius Kirschner, Youssef Bolljalala, Dominik König (12), Paul Ruppersberger, Jannik Kocian (2), Alexander Neumann (2), Torben Aspöck (1), Michael Frantz, Fabian Stenmanns, Pascal Cyprian