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Ein hartes Stück Arbeit

Ein hartes Stück Arbeit

ETG Recklinghausen 3 – VfL Bochum 18:22 (10:9)

Nachdem es für den VfL am letzten Woche in der Liga bereits zum PSV Recklinghausen 3 ging – zwei Punkte wurden beim 18:27-Auswärtssieg eingefahren – führten die Straßen des Potts die Fischer-Sieben am Freitagabend erneut nach Recklinghausen. In der ersten Pokalrunde stand das Auswärtsspiel bei der Drittvertretung der ETG an.

Bereits vor Spielbeginn zeigte sich, dass beim Gastgeber viel Erfahrung regieren würde, der VfL das Spiel also über Tempo und Dynamik bestimmen müsste. Zu Beginn der Partie war der VfL aber gerade in der Deckung noch nicht komplett wach. Das Heimteam spielte lange durch und lullte die Abwehr ein, bevor Konzentrationsfehler gnadenlos bestraft wurden. Über 2:0 und 4:2 in der 9. Minute lag Recklinghausen beim 6:5 in der 16. Minute immer noch vorne. Gerade der Mittelblock der Gäste hatte größere Abstimmungsprobleme gegen den wurfstarken Halblinken der Gäste. Bis zur Halbzeit stabilisierte sich der Angriff der Recken in Blau, die sich an diesem Abend in den weißen Auswärtstrikots angetreten waren, noch leicht, doch auch zum Pausenpfiff rannte das Auswärtsteam immer noch einem Ein-Tore-Rückstand hinterher.

Aus der Kabine kam der VfL mit Wut im Bauch und Dampf, brauchte aber gute zehn Minuten, um sich zu sammeln und zu finden. Gerade David Peters, zur Pause zwischen die Pfosten gekommen, ließ einige haltbare Bälle durch die Finger rutschen, wurde einige Male von späten Würfen der Recklinghausener überrascht, konnte sich dann aber mit Hilfe der immer besser werdenden Abwehr ins Spiel kämpfen. In der 37. Minute verwarf der Haupttorschütze der Gastgeber einen Siebenmeter und läutete einen Führungswechsel ein. Über einige schnelle Angriffe und druckvolles Angriffsspiel konnte der VfL die Führung übernehmen und auf 13:16 davonziehen. Jetzt stand die Deckung, im Mittelblock von Rückkehrer Nico Conze verstärkt und stabilisiert besser und die Bochumer konnten über 15:20 und 18:21 bis zum 18:22 das Spiel relativ souverän zu Ende bringen.

Am Ende gewinnt verdient mit vier Toren, hat es allerdings wieder einmal nicht geschafft, dem Gegner sein Spiel aufzudrücken. Gegen langsame, das Spiel verschleppende Gegner fehlt noch ein wenig die Cleverness und die Abgebrühtheit, die im Laufe einer noch langen Saison kommen kann. Bei den Gastgebern aus Recklinghausen stach mit neun Toren und Durchschlagskraft aus dem Rückraum Guido Möller heraus, während Urlaubsrückkehrer Max Birkemeier beim VfL mit acht Toren bester Schütze war.

Das Zitat des Abends kam von Schnapper David Peters, der nach einem Gegentor fast von der Grundlinie zu Protokoll gab: Ich hab nicht damit gerechnet, dass der noch wirft. Beim Handball ist sowas ja auch eher unwahrscheinlich.

Für den VfL geht es am 22.09. beim Heimspieltag weiter. Um 17:00 ist Anwurf, zum Lokalderby ist Wattenscheid zu Gast.

Für den VfL die Gesetze des Pokals überwunden haben: David Peters (TW), Robert Benning (TW), Max Birkemeiner (8/5), Julius Kirschner (3), Jakob Karpus (1), Michael Frantz (2), Jannik Kocian (2), Nicolas Conze, Andreas Scherer (1), Moritz Wetzel (4), Paul Rietdorf (1)