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Bugs Bunny zurück auf die Siegerstraße gehüpft

Bugs Bunny zurück auf die Siegerstraße gehüpft

VfL Bochum – Elmar Herne 31:19 (14:9)

Endlich wieder Ligabetrieb. Nach der Niederlage in Sprockhövel hatte der VfL die spielfreie Zeit intensiv genutzt, Testspiele bestritten und im Training an Abläufen gefeilt. Jetzt sollte sich zeigen, ob der investierte Schweiß sich gelohnt hat. Der Gegner aus Herne kam mit vier Punkten aus den letzten drei Spielen mit Rückenwind in die Sporthalle Westenfeld und stand vor dem VfL. Mit einem Sieg könnten sich die Recken in Blau in der Tabelle am Gast vorbeischieben.

                           

Auf dem Spielfeld ging es turbulent los. Der VfL fing sich hinten das erste Gegentor, verwarf den ersten Siebenmeter der Partie und erkämpfte sich die erste gelbe Karte. Nach dem 1:2 für den Gast – es sollte die letzte Führung der Partie für Elmar bleiben- zog Bochum in der Abwehr die Schrauben an. Gegen den Rückraum der Gegner wurde konsequenter zugepackt und da der Keeper sich neben einigen Würfen aus dem Rückraum auch einen Gegenstoß schnappte, zog man Tor um Tor auf 5:2 davon. Über 7:4 und 8:5 konnte Herne den Abstand noch konstant halten, war bei 10:7 in der 22. Minute jedoch das letzte Mal so richtig in Schlagdistanz. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Atmosphäre auf dem Platz merklich aufgeheizt, Nickeligkeiten und persönliche Strafen bestimmten die Partie. Kaum eine der beiden Mannschaften spielte dauerhaft mit sechs Feldspielern. Zur Pause hatte der VfL sich langsam freigeschaufelt, in einer beweglichen und konsequenten Deckung vor einem starken Torwart den Grundstein für eine Fünf-Tore-Führung zum Pausentee gelegt.

 

Aus der Kabine kam Elmar Herne mit viel Dampf, holte schnell zwei Tore auf. Besonders der flinke Mittelmann der Gäste konnte immer wieder schnell ausgesprochene Zwei-Minuten-Strafen gegen die Bochumer Deckung ziehen. Das Heimteam, was zu keinem Zeitpunkt die Kontrolle über das Spiel aus der Hand gab, konterte durch zwei schöne Tore im Angriff und stabilisierte sich sichtlich.

Über die zehn Minuten von der 40. bis zur 50. Minute fand Elmar keine Lösung gegen die Deckung, verwarf auch freie Bälle und Gegenstöße und schwächte sich durch sehr harte Gangart in der Deckung immer wieder selbst. Das Heimteam aus Bochum zog während dieser zehn Minuten mit einer konsequenten Chancenverwertung von 19:15 auf 26:15 weg und leitete eigentlich entspannte Schlussminuten ein. In dieser Schlussphase passierte sportlich nicht mehr viel. Auf dem Platz dümpelte das Spiel ohne die letzte Härte von Bochumer Deckungsseite zu einem 31:19, wobei Julius Kirschner mit der Schlusssirene aus 14 Metern das 31:19 erzielte. Unschön war, dass die Bank des Gegners auch wenige Minuten vor Schluss noch über Kleinigkeiten diskutierte, ständig Beschwerden vorbrachte und jede Nickeligkeit großredete.

Am Ende stand ein vollkommen verdienter Sieg für die Bochumer, die sich im Angriff gegen einen klar schwächeren Gegner freischossen und den positiven Trend in der Deckung, der in der ersten Halbzeit gegen Sprockhövel begonnen hatte, bestätigen konnten. Auch das Zusammenspiel von Torhüter und Deckung funktioniert immer besser.

Eine spielfreie Woche steht jetzt an, bevor der VfL am Totensonntag zum Lokalderby in der Böllhalle nach Riemke reist.Den VfL an Elmar vorbeigeschossen haben: David Peters (TW), Christian Martin (TW), Max Birkemeier (4), Julius Kirschner (3), Michael Frantz, Youssef Bolljalala (1), Daniel Verhoeven (5), Paul Ruppertsberger (2), Jannik Kocian (2), Dominik König (3), Torben Aspöck (3), Fabian Stennmanns (2), Pascal Cyprian (6/4), Udo Hartmann.