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Am Ende siegt die Einstellung

Am Ende siegt die Einstellung

Am Ende siegt die Einstellung

DJK Westfalia Welper III – VfL Bochum 26:28 (11:11)

Samstag Mittag, dichtes Schneegestöber in Bochum, der Tross des VfL setzt sich in Bewegung nach Hattingen, Auswärtsspiel. Der Gastgeber aus Welper stand im oberen Tabellendrittel und hatte in der Vorwoche der Teutonia aus Riemke mit 21:23 den Zahn gezogen. Bochum war also gewarnt, konzentriert an das Spiel heranzugehen.

Auf dem Platz begannen beide Mannschaften fahrig, verballerten die ersten Würfe. Das erste Tor der Partie gebührte dem Gastgeber, der in der dritten Minute seine erste und einzige Führung der Partie erzielen konnte. Danach drehte der VfL auf, stand hinten massiert und setzte die Welperaner gezielt unter Druck, um technische Fehler zu provozieren. Gegen diese konsequente Deckung fiel Welper aus dem Positionsangriff nicht viel ein, die wie so oft in Blau angetretenen Gäste konnten sich über 2:5 in der elften Minute auf 5:10 in der 21. Minute absetzen. Dann kam der Halbrechte der Gäste beim Gegenstoß klar zu spät, traf den Mittelmann von Welper und ging mit einer berechtigten roten Karte auf die Tribüne. In den letzten acht Minuten der ersten Halbzeit verspielten die Bochumer konsequent ihren Vorsprung, kassierten sechs Gegentore und würden nach zwei Zeitstrafen die zweite Halbzeit mit nur vier Feldspielern beginnen.

In die Kabine ging es mit einem 11:11, was für den VfL sicherlich schwerer zu schlucken war als für den Gastgeber. In der Kabine wurde angemahnt, hinten die oft beschworene blaue Wand wieder aufzubauen und vorne die Chancen entschlossener zu nutzen.

Die zweite Spielhälfte begann mit einer Parade gegen den Linksaußen von Welper in doppelter Unterzahl und einem Fehlpass der Welperaner im Aufbauspiel. Die Bochumer hatten die Vier gegen Sechs – Situation ohne Gegentor überstanden und konnten mit einem Siebenmeter zum 11:12 den kommenden Torreigen eröffnen. Es entwickelte sich eine packende Partie, in der die Gäste stets vorlegen konnten, sich aber nie mehr als zwei Tore absetzen konnten. Traf man vorne, musste man hinten ein Gegentor hinnehmen. Traf man nicht, traf auch Welper das Tor nicht. Über 15:17 in der 38. Minute und 19:21 in der 45. Minute hatte sich der Gastgeber festgebissen und ließ sich nicht abschütteln. In den letzten Minuten einer packenden und emotional geführten Partie hatte der VfL vier Tore Vorsprung rausgeschossen, konnte nach dem 25:26 in der 58. Minute aber erst durch einen schlau ausgespielten Gegenstoß zum 25:28 den Deckel drauf machen. Abpfiff, danke sehr, zwei Punkte im Sack.

In der Rückschau sicherlich kein spielerisches Glanzlicht, welches der VfL gesetzt hat. Nach der roten Karte in der ersten Halbzeit konnten wir gerade so ein Unentschieden in die Halbzeit retten und brauchten diese Pause auch, um uns wieder zu berappeln. In der zweiten Hälfte zeigten wir Moral, gaben nicht auf und machten am Ende mit Kampf und Teamgeist den Deckel drauf. Nach zwei Siegen in Folge kommt am nächsten Sonntag Dülmen nach Bochum. In der Heimspielfestung am Lohring soll am letzten Heimspieltag der letzte Heimsieg des Jahres gefeiert werden.

Für den VfL zwei Auswärtspunkte aus dem Feuer geholt haben: David Peters (TW), Matthias Düllberg (TW), Max Birkemeier (1), Youssef Bolljalala (1), Michael Frantz (2), Paul Ruppersberger (2), Jannik Kocian (3), Dominik König (8), Julius Kirschner (2), Torben Aspöck (2), Fabian Stenmanns (2), Pascal Cyprian (4/3), Udo Hartmann (1).