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180 undankbare Sekunden im Derby

180 undankbare Sekunden im Derby

Teutonia Riemke III – VfLBochum 29:26 (14:13)

Was wäre wenn … Am Ende trennen den VfL und Riemke drei Tore, aber da wäre eindeutig mehr drin gewesen.

Die Ausgangssituation war klar. Der VfL war nicht gut in die Saison gegangen, hatte aber das letzte Spiel gegen Elmar Herne gewonnen und auch in Testspielen Selbstvertrauen getankt. Riemke stand in der Tabelle in der Spitzengruppe, davon wollten wir uns aber nicht einschüchtern lassen. Ziel war es, in der Deckung eine oft beschworene blaue Wand aufzubauen und vorne konsequent die herausgespielten Chancen zu nutzen.

Auf der Platte brauchte der Gast in Blau ein wenig Anlauf, um die Sonntagsmüdigkeit aus den Knochen zu schütteln. Nachdem Teutonia mit 2:0 vorgelegt hatte, sorgen Ballgewinne in der Deckung für eine 2:3-Führung des VfL. Bezeichnend für das Spiel, dass in der Anfangsphase beide Mannschaften eng beieinander waren und niemand sich richtig absetzen konnte. Über 8:8 und 12:10 blieben die Recken in Blau in Schlagdistanz und ließen die Gastgeber nie davonziehen. Zur Pause ging es denkbar knapp mit 14:13.

In der Kabine wurde mangelnde Konzentration in der Deckung angesprochen. Zudem wollte man vorne klarer spielen und besonders den Vorgezogenen der Gastgeber mit Druck von den Halben umgehen.

In der zweiten Halbzeit änderte sich bis zum 19:19 nichts. Beide Mannschaften spielten vorne druckvoll ansehnlichen Handball, ließen aber beim Abschluss Bälle liegen. Insbesondere der VfL verballerte jetzt mehrere Bälle komplett freistehend. Auch in der Deckung wurde jetzt nicht mehr so konsequent zugepackt, Riemke konnte immer einen freistehenden Mitspieler finden. Insgesamt waren es nur drei Minuten, in denen sich die Gastgeber auf 25:22 absetzen konnten. Diesem Rückstand lief Bochum bis zum Schlusspfiff hinterher, kam aber nicht mehr entscheidend in Schlagdistanz. Abpfiff, Derbysieg Riemke.

Am Ende sind es Kleinigkeiten, die dieses Derby entschieden haben. Die Deckung stand nicht immer so bombenfest, die Torhüter haben sicherlich nicht das gehalten, was sie in den vergangenen Wochen auf das Parkett gebracht haben. Schlussendlich war  Riemke schlauer und hat das Spiel routinierter zu Ende gespielt. Schade drum. Mund abputzen und trainieren, auf dass man die Fehler ausmerzen kann, muss jetzt die Devise sein. Weiter geht es nächsten Samstag beim Heimspieltag in der Festung Lohring gegen Haltern.

Gegen die Niederlage haben sich gestemmt: David Peters (TW), Matthias Düllberg (TW), Max Birkemeier (2), Julius Kirschner (5), Youssef Bolljalala, Michael Frantz, Paul Ruppertsberger, Jannik Kocian (2), Dominik König (3), Daniel Verhoeven (2), Torben Aspöck (3), Fabian Stenmanns (2), Pascal Cyprian (5/5), Udo Hartmann (2).