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 Es bleibt noch viel Arbeit

  Es bleibt noch viel Arbeit

 

VfL Bochum – DJK Winfried Huttrop I – 19:37 (7:11; 14:21)

Preseason Teil III – Nach einer knappen Niederlage in Hagen und einer etwas deutlicheren Schlappe zuhause gegen Hüls, bei der vor allem am Ende etwas die Kräfte gefehlt haben, ging es in der Halle an der Markstraße gegen die Mannschaft der DJK Winfried Huttrop I, eine grundsympathische Truppe, die vor allem durch konsequentes Tempospiel und eine gute Deckung brilliert. Die Fischer-Sieben wollte hinten Beton anrühren und vorne durch wenige technische Fehler das schnelle Umschaltspiel der Essener unterbinden.

Ein Einwurf vorneweg- der Plan ging nicht auf. Zu Spielbeginn war der VfL im Kopf noch auf der Couch, kam vorne nicht druckvoll genug auf die Deckung und musste hinten einen Schritt zu spät oft die Finger weglassen. Beim 1:4-Rückstand zeigte sich bereits früh, dass auch in der Vorbereitung Spiele nur erfolgreich bestritten werden können, wenn man sich als Mannschaft zusammen reinhängt. Über 3:6 und 6:9 ließ das Heimteam den Faden zumindest nicht komplett abreißen und ging mit 7:11 in die erste Pause.

Aus dem kurzen Durchschnaufen kam der VfL mit einer komplett gewechselten Aufstellung, zog den Vorgezogenen aus der Deckung in eine solide 6-0-Abwehr und wollte vorne mehr Ruhe in das gebundene Spiel bringen. Beim 10:12 hatte die blaue Wand vor einem stark aufspielenden Thimo zwischen den Pfosten sich wieder in Schlagdistanz gespielt. Dann kommt aber – wahrscheinlich auch konditionell bedingt – der Bruch im Spiel und von 12:15 bis 12:19 kann Huttrop die Schnelligkeit ausspielen und sich trotz einiger bärenstark gehaltener Gegenstöße absetzen. Insbesondere aus dem Rückraum der Bochumer fehlt ein wenig der Druck, sodass zu oft und in zu unklaren Situationen der Kreisläufer gesucht wird. In die zweite Pause geht der VfL mit einem Rückstand von sieben Toren mit 14:21.

Über den dritten Abschnitt legt sich der selige Mantel des Schweigens. Viele technische Fehler und überhastete Abschlüsse sorgen dafür, dass Huttrop am Ende deutlich mit 37:19 gewinnt.

Puh, was soll man als Chronist nach einem solchen Spiel schreiben. Zum einen darf ein solches Ergebnis zum jetzigen Stand der Vorbereitung in keinem Fall überbewertet werden. Gerade technische Fehler und individuelle Konzentrationsschwächen nehmen dann Überhand, wenn Spiele ein Eigenleben entwickeln und in eine sehr fiese Dynamik rutschen. Fehler passieren und sind auch nicht das Problem. Problematisch ist jedoch, dass der VfL jene Tugenden vermissen lässt, die ihn letzte Saison ausgezeichnet haben. Gerade die mannschaftliche Geschlossenheit und das gegenseitige Anfeuern fehlen. Spiele kann man verlieren, aber dann verliert man sie gefälligst auch als Mannschaft. Daran lässt sich aber arbeiten und in der nächsten Woche gegen Huttrop gibt es dann die Chance, den Spieß einmal komplett umzudrehen. Kopf hoch, weiter geht’s.

Für den VfL aufgelaufen sind: David Peters (TW), Thimo Wanders (TW), Jannis Frank (2), Leo Hadram (2), Cedric Lorra (1), Julius Kirschner (3), Lars Sikorski, Moritz Wetzel (1), Patrick Bräuter (1), Max Birkemeier (3), Torben Aspöck (3), Jannik Kocian (3).